Lasermedizin

Mit dem minimal invasiven, fraktionierten C02 Laser wird das Gewebe von Scheide und/ oder äußeren Schamlippen (Vulva) neu strukturiert. Dies gelingt über die Anregung einer Kollagen- und Gefäßneubildung. Der fraktionierte CO2 Laser setzt kaum sichtbare Mikroverletzungen, die eine Gewebeneubildung einleiten. Hierdurch wird die Scheidenhaut wieder fester, feuchter und elastischer.

Mit dem Laser können also beispielsweise Östrogenmangelerscheinungen ohne Hormongabe sicher behandelt werden. Er kann alternativ bei Vernarbungen, Lichen, bei dem eine Kortisontherapie nicht mehr ausreichend wirksam oder nicht gewünscht ist sowie bei anderen Schmerzzuständen der Vulva eingesetzt werden.

Der Laser ist somit eine Alternative für alle Patientinnen, die keine Hormone anwenden wollen oder dürfen.

In der Regel sind 2-5 Behandlungen im Abstand von 4-8 Wochen empfohlen, danach sollte einmal jährlich eine Erhaltungstherapie erfolgen.

Die Behandlung dauert ca. 15 Minuten. Neben einem Wärmegefühl können bei der Behandlung der Schamlippen und des Scheideneingangs (Vulva) vorübergehend Missempfindungen entstehen, die mit einem Schmerzgel gelindert werden. Schon nach einer Sitzung gehen Symptome wie Trockenheit und Schmerzen spürbar zurück.

Die vaginale Laserbehandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, wohl aber von den meisten privaten Krankenkassen.

Die Kosten pro Sitzung  sind abhängig von Indikation, Umfang und ggf. Materialkosten (z.B. persönliche Vaginalsonde).

Die vaginale Laserbehandlung findet Einsatz bei:

  • Scheidentrockenheit (vulväre und vaginale Atrophie)
  • leichter Form der Harninkontinenz
  • Lichen sclerosus der Vulva
  • Schmerzen und Missempfindungen am Scheideneingang (Vulvodynie)
  • äußeren Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • vaginalen Beschwerden nach einer Geburt (post partum)